Dokumentarfilm - Ein Exposé von Robert Gummlich

 

Grundlagen Equilibrismus

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Was beinhaltet der Equilibrismus?

Der Equilibrismus umfasst, wie bereits verdeutlicht, vier wesentliche Eckpfeiler, die einander bedingen. Jede Säule für sich bietet bereits progressive Ansätze, um wesentliche Problemfelder menschlichen Handelns und Wirtschaftens zu beseitigen, doch nur in ihrer Gesamtheit des Equilibrismus bieten sie der Menschheit eine fundamentale Alternative. Nacheinander werden im Folgenden die einzelnen Säulen vorgestellt und das Gesamtbild equilibristischen Denkens vorgestellt.
 
1. Öko-Alternativen / Effizienz- und Strukturneugestaltung

Seit den 80er Jahren hat sich das ökologische Bewusstsein dank grüner Parteien und Umweltschutzorganisationen verbreitet und den Druck auf Wirtschaft und Politik vermehrt, in vielen Bereichen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen einzuführen. Oftmals wurden diese Aktivitäten als Alibi-Funktion missverstanden (siehe u.a. Grüner Punkt u.v.a.m.) und ökologische Technologien leider nur halbherzig verwirklicht oder durchgesetzt.

Unter dem Etikettenschwindel "Bio" eröffnete sich für die Wirtschaft ein lukratives Zusatzgeschäft, da man die Konsumenten von der Mär biologisch einwandfreier Produkte überzeugen konnte.

Die effizientere Nutzung von Rohstoffen, die im Zuge des wirtschaftlichen Zwangs der "lean production" ohnehin für die Wirtschaft notwendig wurde, um konkurrenzfähig zu bleiben, wurde da bereits euphorisch als Umwelttechnologie gefeiert. Deshalb müssen die Kriterien, die der ökotechnologischen Revolution zugrunde liegen, künftig weit enger gefasst werden als bis dato.

Ökologisches Wirtschaften und Handeln setzt voraus, dass vornehmlich regenerierbare Ressourcen zur Herstellung von Produkten verwandt und effizient genutzt werden. Der Produktionsablauf muß auf umweltbelastende Mechanismen verzichten. Das Produkt selbst darf weder umwelt- noch gesundheitsschädigende Auswirkungen hervorrufen. Schließlich müssen auch Transport und Vermarktung des Produktes den ökologischen Kriterien entsprechen und last but not least: Das Produkt muß voll recyclebar sein, respektive muß im Zuge des Kreislaufwirtschaftssystems voll verrottbar sein.

Unter den heutigen, ökofeindlichen Wirtschaftsbedingungen lässt sich dieser Kriterienkatalog für ökologisch fortschrittlich denkende und arbeitende Firmen in seiner ganzen Bandbreite nur schwer erfüllen. Zudem fehlen für wirklich ökofreundliche Technologien immer noch die längst überfälligen fiskalpolitischen Fördermaßnahmen, oder sie scheitern am Widerstand morbider Großkonzerne, deren Management mit Blick auf kurzfristige Renditeausschüttungen den Zug in die Zukunft verschläft.

Dennoch ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan und viele, insbesondere klein- und mittelständische Firmen haben in dieser Hinsicht bereits vorbildliche Basisarbeit geleistet. Eine Eigendynamik hat sich bereits entwickelt, die in fast allen Bereichen heute schon ökologische Alternativen und Perspektiven eröffnete, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren.

Wenngleich hier nur einige wenige Beispiele genannt werden können, sei im Bereich Energieversorgung und Verkehr beispielsweise auf die Entwicklung von Pflanzenöl-Motoren oder Zink-Luft-Batterien hingewiesen. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile von Solar- und Windenergie sind hinlänglich bekannt und müssen hier nicht detaillierter dargestellt werden. Neue progressive Strukturveränderungen der urbanen Verkehrsverhältnisse weisen den Weg in eine smoglose Zukunft, wie uns die brasilianische Großstadt Curitiba zeigt. Der Cyber-Train beweist, dass ICE oder Transrapid bereits heute zu den verkehrstechnischen Fossilien der Vergangenheit gehören....

Auf die soziale Komponente von Umweltschutztechnologien muß im Zeitalter des Niedergangs der führenden Schlüsselindustrien seit Beginn der industriellen Revolution und der damit einhergehenden Auswucherung der Massenarbeitslosigkeit im Norden wie Süden nicht extra hingewiesen werden. Umwelt-, Klima- und Naturschutz schaffen Arbeit und Wohlstand in ungeahnten Dimensionen. Bedenken wir; dass wir in allen Bereichen menschlichen Seins die alten umwelt- und gesundheitsschädigenden Produkte und Dienstleistungen umgehend ersetzen müssen durch ökoeffiziente, so garantiert uns ein sozio-ökologisches Wirtschaftskonzept Vollbeschäftigung im nächsten Jahrhundert. Ökologische Arbeits- und Produktionsmethoden bedeuten auch eine verbesserte Arbeitsqualität. Umweltschutz ist in dieser Hinsicht auch wirkungsvoller Arbeitsschutz.

2. Nachhaltige Wirtschaftsordnung

Die genialste Erfindung der Menschheit nach dem Rad war das Geld, weil es das Prinzip des Tauschens von Ware gegen Ware vereinfacht hat. Überall wurde durch das fiktive Hilfsmittel Geld der Austausch von Waren und Dienstleistungen ermöglicht. Allerdings besitzt der Mechanismus des Geldes zwei entscheidende Nachteile. Erstens verdirbt Geld nicht und ist problemlos zu horten. Zweitens ist Geld mit dem Zins zum bestimmenden Machtmittel unserer Wirtschaftsordnung geworden, so dass Hans-Christoph Binswanger mit Blick auf eine "Natürliche Wirtschaftsordnung" richtig konstatierte: 99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als ,nicht existent'. Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische Wende möglich.

"Die Hochzinspolitik der Anleger zwingt die Schuldner und somit die Volkswirtschaften zum stetigen Wachstums, das die optimale Obergrenze einer natürlichen Wachstumskurve sprengen muß und folglich nicht nur zum ökonomischen wie sozialen Kollaps führt, sondern vornehmlich auch zum ökologischen. Um die Zinslast tragen zu können und das stetige Ansteigen der Schere zwischen Geldvermögen der Anleger und Sozialprodukt der Volkswirtschaften in erträglichen Bahnen zu halten, ist ein immer stärkerer Verschleiß von ökologischen wie Humanressourcen unabdingbar.

Um ökologisch wirtschaften zu können, bedarf es daher mehr als nur ökoeffizienterer Technologien, sondern einer sozioökologischen Reform unseres Geld- und Bodenwesens. Erst wenn die Zinsen (und damit das Wachstum der Geldvermögen und Schulden) in gesättigten Volkswirtschaften auf die Wachstumsrate der Wirtschaft absinken, kann es zu einer sozialen Entspannung kommen" so Helmut Creutz. " Und eine wachstumsfreie Wirtschaft, also eine ökologische Kreislaufwirtschaft ohne ökonomische und soziale Krisen, ist nur bei einem Zins um Null zu realisieren. Nur dann erhält auch die Umwelt - und mit ihr letztendlich die Menschheit - eine Überlebenschance."

Doch nicht nur ökologisches Wirtschaften wird dank eines Zinses um Null rentabel. Bei einem Zins um Null entfällt auch die Inflation. Die Kaufkraft erhöht sich für die Bevölkerung. Der ökonomischen Marginalisierung der Armut wird massiv entgegengewirkt. Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte nimmt kontinuierlich ab. Neue Arbeitsplätze werden geschaffen, und selbst die Baufinanzierungskosten und somit auch die Wohnkosten sinken.

Wie bereits kurz angesprochen, bedarf eine "Natürliche Wirtschaftsordnung" zwangsläufig auch einer ökologischen Steuerreform. Die tradierten Steuersysteme bisheriger Ausprägung, die wegen ihrer Unüberschaubarkeit und den Freiräumen für steuerliche Missbräuche ohnehin reformbedürftig sind, lassen sich durch die Einführung eines ökologischen Steuersystems problemlos ersetzen, in dem nicht wie bisher der Verdienst, sondern einfach der Verbrauch versteuert wird. Dazu bedarf es der Einführung einer Rohstoffsteuer, einer Bodensteuer, einer Wassersteuer, einer Luftsteuer, einer Gesundheitssteuer, einer Verkehrssteuer sowie natürlich auch einer Geldsteuer, die die Blockierung von Geld verhindert (Helmut Creutz).

Ziel eines ökologischen Steuersystems ist es, Wirtschaft und Bevölkerung zu einem schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu veranlassen und somit auch die Entwicklung ökoeffizienterer Technologien zu forcieren. Mit dem Entgelt für Sach- oder Dienstleistungen zahlt der Einzelne nicht nur die heutigen Mehrwert und Umsatzsteuern, sondern auch alle anderen Steuern automatisch mit. Das heutige Steuerchaos wäre endlich ad acta gelegt und Steuerhinterziehung müsste zudem ganz oben von der Liste der beliebtesten Volkssportarten gestrichen werden, zumal sich nicht einmal Schwarzarbeit mehr lohnte, da jeder Schwarzarbeiter für Materialien und Energieverbrauch genau die gleichen Steuern bezahlen müsste wie der legale Gewerbetreibende.
 
3. Das natürliche Kreislauf-Wirtschaftssystem

Die Mechanismen der "Natürlichen Wirtschaftsordnung" und der Öko-Alternativen-, Effizienz- und Strukturneugestaltung erzielen zwangsläufig nur ein Maximum an Gestaltungsfähigkeit, wenn sie von der nationalen auf die internationale bzw. globale Ebene transferiert werden und das "Natürliche Kreislaufwirtschaftssystem" weltweit konstituieren. Bildlich betrachtet stellt sich dieses System dar wie ein menschlicher Körper, dessen Herzstück die Welttreuhandgesellschaft ist, die einerseits verantwortlich zeichnet für den Einzug von ökologischen Steuern, die jedes Mitglied proportional zu seinem Umweltverbrauch zu entrichten hat, sowie andererseits für den Einzug von Entwicklungshilfe der Länder mit hohem wirtschaftlichem Reichtum.

Eingenommene Gelder werden von der Welttreuhandgesellschaft anteilig wieder ausgeschüttet an die Länder mit einer positiven biologischen Verbesserungsrate. Als Bemessungsgrundlage dieser Rate wird eine Vielzahl ökologischer Kriterien mit unterschiedlichen Koeffizienten herangezogen, wie z.B. Bevölkerung, Energie, Verkehrsmittel, Wohnen, Nahrung, Medizin, Kleidung und Tourismus etc. Die Koeffizienten richten sich nach den Problemen und Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Die Ausschüttungen stehen besagten Ländern zur Verfügung, um damit ihren biologischen und somit auch wirtschaftlichen Reichtum zu maximieren. Erreichen diese Länder ein erhöhtes Niveau wirtschaftlichen Reichtums zahlen sie ihrerseits wieder Entwicklungshilfegelder in den Topf zurück. Erzielt das Gros der Länder einen erhöhten nationalen Reichtum, lässt sich der Prozess der globalen Wohlstandsmaximierung durch eine Niveauerhöhung des Wohlstandsindex erneut in Gang setzen bis zur natürlichen Optimierung des wirtschaftlichen wie biologischen Reichtums. Ab diesem Zeitpunkt wird die Prämisse ihres Wirtschaftens auf die dauerhafte Stabilisierung dieses optimalen Niveaus fixiert bleiben, um einer negativen Entwicklung entgegenzusteuern. Dieses "Natürliche Kreislaufwirtschaftssystem" ermöglicht folgende positive Auswirkungen:

  • Es führt zum natürlichen Wachstum im Gegensatz zum exponentiellen Wachstum anderer Lösungen.
  • Es erlaubt eine gleichzeitige progressive Entwicklung in Industrie- und Nicht-Industrieländern.
  • Es vermehrt den biologischen Reichtum (nur nachwachsende, nicht unterirdische Bodenschätze) und verbessert den Lebensstandard sowie das Lebensumfeld.
  • Es strukturiert um oder verändert die gesamte menschliche Vorgehensweise hin zu einer Symbiose mit der Natur.
  • Es erlaubt den Wettbewerb jedes Landes mit sich selbst und vermeidet, dass Länder wirtschaftlich gegeneinander kämpfen müssen.
  • Es vermeidet weltweite Ausbeutung von Rohstoffen, (biologischer Reichtum ist ortsgebunden) deren Konsequenz die Vernichtung von Natur und Kulturraum sowie ethnischen Gruppierungen. ist und schließlich zu kriegerischen Auseinandersetzungen führt.
  • Es zielt auf Eigenständigkeit von kleineren Staaten in einem föderalistischen System statt Zusammenfassung zu großen Wirtschaftsblöcken. Hierdurch kann jeder Staat seine eigenen Wege politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen im Einklang mit seiner Tradition und Kultur gehen.


4. Weltföderation

Sozioökologische Wirtschaftsstrukturen, die über die nationale und internationale Ebene eine "gesunde" Weltwirtschaftsordnung (die endgültig Abschied nimmt vom tradierten Kampf um Macht, Territorien und Bodenschätze) konstituieren, führen auch zwangsläufig zu "gesunden" Mechanismen in der Weltpolitik. Im Zuge dessen werden die bis dato sehr eindimensional verlaufenden Kooperationsansätze fortan zukunftsfähig werden und zur Ausbildung einer demokratischen Weltföderation führen, die die sozio-ökologische Weltwirtschaftsordnung weltpolitisch fixiert.

Unabdingbare Voraussetzung dafür wird ein weltbürgerlicher Bewusstseinswandel sein, der der Universalität von Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und Menschenrechten global zum Durchbruch verhilft, weil er gleichberechtigt alle Staaten, Kulturen und Bürger dieser Welt zum Dialog auffordert, statt das Gros der Menschheit wie bisher von diesem Prozess auszuschließen. Fernab der berechtigten Ängste vor einer "One-World-Diktatur" der USA und des Westens zeigt das equilibristische System zukunftsfähige Ansätze, die hier kurz und prägnant dargestellt werden sollen.

Sinn und Zweck des Weltbürgertums

Gleichberechtigung und Schutz aller Menschen, Völker und Kulturen unter Berücksichtigung der Minderheitenrechte. und unveräußerlichen Menschenrechte im Einklang mit den Normen eines progressiv reformierten Völkerrechts.
Der Weltbürger sieht die Welt und ihre Gesellschaft als Ganzes, wobei er keineswegs die Individualität der Gesamtheit opfern will; im Gegenteil möchte er jenseits der bestehenden nationalstaatlichen und sozialen Normen durch eine Überwindung des mikropolitischen Anpassungsdrucks erreichen, dass die mögliche weltweite Vielfalt erblühen kann zum Nutzen des Einzelnen wie Aller.

Kooperation zum Nutzen der Gesamtheit der Staaten und Bürger der Welt zur Lösung der globalen Probleme der Menschheit mit Hilfe global geltender Normen und Mechanismen, die weltweit auf dem freien Dialog und Konsens aller Menschen und Völker dieser Welt beruhen.

Zielsetzung weltbürgerlichen Handelns

Schaffung und Inkraftsetzung einer Weltverfassung und einer Weltföderation zur Verwirklichung der Ziele des Weltbürgertums unter Wahrung der nationalen und kulturellen Identität.

Charakteristika einer Weltverfassung

  • Teilung der Gewalten im strengen Sinne Montesquieus, die Machtmissbrauch, Korruption, Vetternwirtschaft und die oft beschworene Gefahr eines diktatorischen Weltstaatsregimes konzeptionell schon im Ansatz ausschließen.
  • Völkerrechtlicher Rahmen für die Verfassung der Nationalstaaten, die verfassungsrechtlich bindend die global akzeptierten Menschen- und Minderheitenrechte, Grundfreiheiten und völkerrechtlichen Normen anerkennen.
  • Festgelegte Menschenrechte und -pflichten, die weltweit von jedem Staat der Erde verpflichtend anerkannt werden.
  • Demokratischer Aufbau und Kontrolle der Gewalten durch die Regierungen der Nationalstaaten und NGOs.
  • Wahrung des Subsidiaritätsprinzips, das jedem Staat den größtmöglichen politischen Spielraum für die Entwicklung seiner spezifischen Eigeninteressen und Wahrung seiner ldentität einräumt, global zwingend. notwendige Lösungsansätze aber nicht an den Eigeninteressen einzelner Nationalstaaten scheitern lässt.
  • Konstituierung einer sozio-ökologischen Weltwirtschaftsordnung und ihrer Mechanismen.
  • Ausgestaltung einer völkerrechtlich sanktionierten Weltbürgerschaft als Ergänzung des nationalstaatlichen Status.


Aufgaben einer Weltföderation

  • Durchsetzung und Schutz einer sozio-ökologischen Weltwirtschaftsordnung mit gerechter Verteilung der Ressourcen und Betonung der sozialen Verantwortung von Eigentum.
  • Sicherung des Lebens in seinem Raum sowie des Raumes selbst im Einklang mit der Natur, wobei der Ökologie Vorrang zu gewähren ist vor den Belangen der Ökonomie.
  • Sinnvolle Begrenzung des Wachstums der Weltbevölkerung in Verbindung mit einer maßvollen Ausnutzung der weltweiten Ressourcen und Schutz des natürlichen Lebensraumes.
  • Friedliche Beilegung von Konflikten nach völkerrechtlichen Verfahren im Einklang mit dem Internationalen Recht. Beendigung des Missbrauchs der UN-Charta als völkerrechtliches Instrument für die Aufrechterhaltung postimperialer Einflusssphären. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker darf nicht länger dem Prinzip der Wahrung der Integrität eines Nationalstaates in der Hinsicht untergeordnet werden, dass homogene ethnische Völkerschaften als Minderheit in einem Nationalstaat von ethnozentristischen und radikalen Regierungen einer Titularnation unterdrückt und entrechtet werden.
  • Konsequenter Abbau der Waffenpotentiale und Nutzung der Friedensdividende für die Lösung der nationalen und globalen Probleme.


Vom Weltbürgertum zur Weltverfassung

Der Übergang von der "Weltordnung der Charta der Vereinten Nationen" zur "Weltordnung der Verfassung der Menschheit":

  • Reform der Charta der Vereinten Nationen im Sinne und Geiste des Weltbürgertums: Neufassung der Struktur und Befugnisse des UN-Sicherheitsrates in Verbindung mit der Neufassung von Kapitel VI und VII der UN-Charta. Eingang der unveräußerlichen Menschen- und Minderheitenrechte sowie der sozio-ökologischen Forderungen von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz in Kapitel 1 der UN-Charta. Reform und Umstrukturierung der UN-Organisationen und deren Programme durch Straffung des Verwaltungsaufbaus und der Konzentrierung der Arbeit der UNO auf die relevanten Aufgabenbereiche. Einrichtung einer UN-Charta der Weltkulturen.
  • Schaffung einer Parlamentarischen Versammlung im Rahmen der Organisation der Vereinten Nationen (UNPA) mit demokratisch legitimierten Vertretern der einzelnen UN-Mitgliedsstaaten, die gleichberechtigt neben der UN-Vollversammlung die Politik der UNO bestimmen und den Generalsekretär wählen. Einberufung eines Verfassungskonvents zur Ausarbeitung der Verfassung der Weltföderation.
  • Ablösung der UN-Charta durch eine Verfassung der Menschheit (Verfassung der Weltföderation) und deren Ratifizierung durch die Parlamente der einzelnen Nationalstaaten. Schaffung der Weltföderation.

Was beinhaltet der Equilibrismus?

Der Equilibrismus umfasst, wie bereits verdeutlicht, vier wesentliche Eckpfeiler, die einander bedingen. Jede Säule für sich bietet bereits progressive Ansätze, um wesentliche Problemfelder menschlichen Handelns und Wirtschaftens zu beseitigen, doch nur in ihrer Gesamtheit des Equilibrismus bieten sie der Menschheit eine fundamentale Alternative. Nacheinander werden im Folgenden die einzelnen Säulen vorgestellt und das Gesamtbild equilibristischen Denkens vorgestellt.

1. Öko-Alternativen / Effizienz- und Strukturneugestaltung

Seit den 80er Jahren hat sich das ökologische Bewusstsein dank grüner Parteien und Umweltschutzorganisationen verbreitet und den Druck auf Wirtschaft und Politik vermehrt, in vielen Bereichen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen einzuführen. Oftmals wurden diese Aktivitäten als Alibi-Funktion missverstanden (siehe u.a. Grüner Punkt u.v.a.m.) und ökologische Technologien leider nur halbherzig verwirklicht oder durchgesetzt. Unter dem Etikettenschwindel "Bio" eröffnete sich für die Wirtschaft ein lukratives Zusatzgeschäft, da man die Konsumenten von der Mär biologisch einwandfreier Produkte überzeugen konnte. Die effizientere Nutzung von Rohstoffen, die im Zuge des wirtschaftlichen Zwangs der "lean production" ohnehin für die Wirtschaft notwendig wurde, um konkurrenzfähig zu bleiben, wurde da bereits euphorisch als Umwelttechnologie gefeiert. Deshalb müssen die Kriterien, die der ökotechnologischen Revolution zugrunde liegen, künftig weit enger gefasst werden als bis dato. Ökologisches Wirtschaften und Handeln setzt voraus, dass vornehmlich regenerierbare Ressourcen zur Herstellung von Produkten verwandt und effizient genutzt werden. Der Produktionsablauf muß auf umweltbelastende Mechanismen verzichten. Das Produkt selbst darf weder umwelt- noch gesundheitsschädigende Auswirkungen hervorrufen. Schließlich müssen auch Transport und Vermarktung des Produktes den ökologischen Kriterien entsprechen und last but not least: Das Produkt muß voll recyclebar sein, respektive muß im Zuge des Kreislaufwirtschaftssystems voll verrottbar sein.

Unter den heutigen, ökofeindlichen Wirtschaftsbedingungen lässt sich dieser Kriterienkatalog für ökologisch fortschrittlich denkende und arbeitende Firmen in seiner ganzen Bandbreite nur schwer erfüllen. Zudem fehlen für wirklich ökofreundliche Technologien immer noch die längst überfälligen fiskalpolitischen Fördermaßnahmen, oder sie scheitern am Widerstand morbider Großkonzerne, deren Management mit Blick auf kurzfristige Renditeausschüttungen den Zug in die Zukunft verschläft. Dennoch ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan und viele, insbesondere klein- und mittelständische Firmen haben in dieser Hinsicht bereits vorbildliche Basisarbeit geleistet. Eine Eigendynamik hat sich bereits entwickelt, die in fast allen Bereichen heute schon ökologische Alternativen und Perspektiven eröffnete, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren.

Wenngleich hier nur einige wenige Beispiele genannt werden können, sei im Bereich Energieversorgung und Verkehr beispielsweise auf die Entwicklung von Pflanzenöl-Motoren oder Zink-Luft-Batterien hingewiesen. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile von Solar- und Windenergie sind hinlänglich bekannt und müssen hier nicht detaillierter dargestellt werden. Neue progressive Strukturveränderungen der urbanen Verkehrsverhältnisse weisen den Weg in eine smoglose Zukunft, wie uns die brasilianische Großstadt Curitiba zeigt. Der Cyber-Train beweist, dass ICE oder Transrapid bereits heute zu den verkehrstechnischen Fossilien der Vergangenheit gehören....

Auf die soziale Komponente von Umweltschutztechnologien muß im Zeitalter des Niedergangs der führenden Schlüsselindustrien seit Beginn der industriellen Revolution und der damit einhergehenden Auswucherung der Massenarbeitslosigkeit im Norden wie Süden nicht extra hingewiesen werden. Umwelt-, Klima- und Naturschutz schaffen Arbeit und Wohlstand in ungeahnten Dimensionen. Bedenken wir; dass wir in allen Bereichen menschlichen Seins die alten umwelt- und gesundheitsschädigenden Produkte und Dienstleistungen umgehend ersetzen müssen durch ökoeffiziente, so garantiert uns ein sozio-ökologisches Wirtschaftskonzept Vollbeschäftigung im nächsten Jahrhundert. Ökologische Arbeits- und Produktionsmethoden bedeuten auch eine verbesserte Arbeitsqualität. Umweltschutz ist in dieser Hinsicht auch wirkungsvoller Arbeitsschutz.

2. Nachhaltige Wirtschaftsordnung

Die genialste Erfindung der Menschheit nach dem Rad war das Geld, weil es das Prinzip des Tauschens von Ware gegen Ware vereinfacht hat. Überall wurde durch das fiktive Hilfsmittel Geld der Austausch von Waren und Dienstleistungen ermöglicht. Allerdings besitzt der Mechanismus des Geldes zwei entscheidende Nachteile. Erstens verdirbt Geld nicht und ist problemlos zu horten. Zweitens ist Geld mit dem Zins zum bestimmenden Machtmittel unserer Wirtschaftsordnung geworden, so dass Hans-Christoph Binswanger mit Blick auf eine "Natürliche Wirtschaftsordnung" richtig konstatierte: 99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als ,nicht existent'. Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische Wende möglich.

"Die Hochzinspolitik der Anleger zwingt die Schuldner und somit die Volkswirtschaften zum stetigen Wachstums, das die optimale Obergrenze einer natürlichen Wachstumskurve sprengen muß und folglich nicht nur zum ökonomischen wie sozialen Kollaps führt, sondern vornehmlich auch zum ökologischen. Um die Zinslast tragen zu können und das stetige Ansteigen der Schere zwischen Geldvermögen der Anleger und Sozialprodukt der Volkswirtschaften in erträglichen Bahnen zu halten, ist ein immer stärkerer Verschleiß von ökologischen wie Humanressourcen unabdingbar. Um ökologisch wirtschaften zu können, bedarf es daher mehr als nur ökoeffizienterer Technologien, sondern einer sozioökologischen Reform unseres Geld- und Bodenwesens. Erst wenn die Zinsen (und damit das Wachstum der Geldvermögen und Schulden) in gesättigten Volkswirtschaften auf die Wachstumsrate der Wirtschaft absinken, kann es zu einer sozialen Entspannung kommen" so Helmut Creutz. " Und eine wachstumsfreie Wirtschaft, also eine ökologische Kreislaufwirtschaft ohne ökonomische und soziale Krisen, ist nur bei einem Zins um Null zu realisieren. Nur dann erhält auch die Umwelt - und mit ihr letztendlich die Menschheit - eine Überlebenschance."

Doch nicht nur ökologisches Wirtschaften wird dank eines Zinses um Null rentabel. Bei einem Zins um Null entfällt auch die Inflation. Die Kaufkraft erhöht sich für die Bevölkerung. Der ökonomischen Marginalisierung der Armut wird massiv entgegengewirkt. Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte nimmt kontinuierlich ab. Neue Arbeitsplätze werden geschaffen, und selbst die Baufinanzierungskosten und somit auch die Wohnkosten sinken.

Wie bereits kurz angesprochen, bedarf eine "Natürliche Wirtschaftsordnung" zwangsläufig auch einer ökologischen Steuerreform. Die tradierten Steuersysteme bisheriger Ausprägung, die wegen ihrer Unüberschaubarkeit und den Freiräumen für steuerliche Missbräuche ohnehin reformbedürftig sind, lassen sich durch die Einführung eines ökologischen Steuersystems problemlos ersetzen, in dem nicht wie bisher der Verdienst, sondern einfach der Verbrauch versteuert wird. Dazu bedarf es der Einführung einer Rohstoffsteuer, einer Bodensteuer, einer Wassersteuer, einer Luftsteuer, einer Gesundheitssteuer, einer Verkehrssteuer sowie natürlich auch einer Geldsteuer, die die Blockierung von Geld verhindert (Helmut Creutz).

Ziel eines ökologischen Steuersystems ist es, Wirtschaft und Bevölkerung zu einem schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu veranlassen und somit auch die Entwicklung ökoeffizienterer Technologien zu forcieren. Mit dem Entgelt für Sach- oder Dienstleistungen zahlt der Einzelne nicht nur die heutigen Mehrwert und Umsatzsteuern, sondern auch alle anderen Steuern automatisch mit. Das heutige Steuerchaos wäre endlich ad acta gelegt und Steuerhinterziehung müsste zudem ganz oben von der Liste der beliebtesten Volkssportarten gestrichen werden, zumal sich nicht einmal Schwarzarbeit mehr lohnte, da jeder Schwarzarbeiter für Materialien und Energieverbrauch genau die gleichen Steuern bezahlen müsste wie der legale Gewerbetreibende.

3. Das natürliche Kreislauf-Wirtschaftssystem

Die Mechanismen der "Natürlichen Wirtschaftsordnung" und der Öko-Alternativen-, Effizienz- und Strukturneugestaltung erzielen zwangsläufig nur ein Maximum an Gestaltungsfähigkeit, wenn sie von der nationalen auf die internationale bzw. globale Ebene transferiert werden und das "Natürliche Kreislaufwirtschaftssystem" weltweit konstituieren. Bildlich betrachtet stellt sich dieses System dar wie ein menschlicher Körper, dessen Herzstück die Welttreuhandgesellschaft ist, die einerseits verantwortlich zeichnet für den Einzug von ökologischen Steuern, die jedes Mitglied proportional zu seinem Umweltverbrauch zu entrichten hat, sowie andererseits für den Einzug von Entwicklungshilfe der Länder mit hohem wirtschaftlichem Reichtum.

Eingenommene Gelder werden von der Welttreuhandgesellschaft anteilig wieder ausgeschüttet an die Länder mit einer positiven biologischen Verbesserungsrate. Als Bemessungsgrundlage dieser Rate wird eine Vielzahl ökologischer Kriterien mit unterschiedlichen Koeffizienten herangezogen, wie z.B. Bevölkerung, Energie, Verkehrsmittel, Wohnen, Nahrung, Medizin, Kleidung und Tourismus etc. Die Koeffizienten richten sich nach den Problemen und Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Die Ausschüttungen stehen besagten Ländern zur Verfügung, um damit ihren biologischen und somit auch wirtschaftlichen Reichtum zu maximieren. Erreichen diese Länder ein erhöhtes Niveau wirtschaftlichen Reichtums zahlen sie ihrerseits wieder Entwicklungshilfegelder in den Topf zurück. Erzielt das Gros der Länder einen erhöhten nationalen Reichtum, lässt sich der Prozess der globalen Wohlstandsmaximierung durch eine Niveauerhöhung des Wohlstandsindex erneut in Gang setzen bis zur natürlichen Optimierung des wirtschaftlichen wie biologischen Reichtums. Ab diesem Zeitpunkt wird die Prämisse ihres Wirtschaftens auf die dauerhafte Stabilisierung dieses optimalen Niveaus fixiert bleiben, um einer negativen Entwicklung entgegenzusteuern. Dieses "Natürliche Kreislaufwirtschaftssystem" ermöglicht folgende positive Auswirkungen:

Es führt zum natürlichen Wachstum im Gegensatz zum exponentiellen Wachstum anderer Lösungen.

·        Es erlaubt eine gleichzeitige progressive Entwicklung in Industrie- und Nicht-Industrieländern.

·        Es vermehrt den biologischen Reichtum (nur nachwachsende, nicht unterirdische Bodenschätze) und verbessert den Lebensstandard sowie das Lebensumfeld.

·        Es strukturiert um oder verändert die gesamte menschliche Vorgehensweise hin zu einer Symbiose mit der Natur.

·        Es erlaubt den Wettbewerb jedes Landes mit sich selbst und vermeidet, dass Länder wirtschaftlich gegeneinander kämpfen müssen.

·        Es vermeidet weltweite Ausbeutung von Rohstoffen, (biologischer Reichtum ist ortsgebunden) deren Konsequenz die Vernichtung von Natur und Kulturraum sowie ethnischen Gruppierungen. ist und schließlich zu kriegerischen Auseinandersetzungen führt.

·        Es zielt auf Eigenständigkeit von kleineren Staaten in einem föderalistischen System statt Zusammenfassung zu großen Wirtschaftsblöcken. Hierdurch kann jeder Staat seine eigenen Wege politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen im Einklang mit seiner Tradition und Kultur gehen.

4. Weltföderation

Sozioökologische Wirtschaftsstrukturen, die über die nationale und internationale Ebene eine "gesunde" Weltwirtschaftsordnung (die endgültig Abschied nimmt vom tradierten Kampf um Macht, Territorien und Bodenschätze) konstituieren, führen auch zwangsläufig zu "gesunden" Mechanismen in der Weltpolitik. Im Zuge dessen werden die bis dato sehr eindimensional verlaufenden Kooperationsansätze fortan zukunftsfähig werden und zur Ausbildung einer demokratischen Weltföderation führen, die die sozio-ökologische Weltwirtschaftsordnung weltpolitisch fixiert.

Unabdingbare Voraussetzung dafür wird ein weltbürgerlicher Bewusstseinswandel sein, der der Universalität von Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und Menschenrechten global zum Durchbruch verhilft, weil er gleichberechtigt alle Staaten, Kulturen und Bürger dieser Welt zum Dialog auffordert, statt das Gros der Menschheit wie bisher von diesem Prozess auszuschließen. Fernab der berechtigten Ängste vor einer "One-World-Diktatur" der USA und des Westens zeigt das equilibristische System zukunftsfähige Ansätze, die hier kurz und prägnant dargestellt werden sollen.

 

Sinn und Zweck des Weltbürgertums

Gleichberechtigung und Schutz aller Menschen, Völker und Kulturen unter Berücksichtigung der Minderheitenrechte. und unveräußerlichen Menschenrechte im Einklang mit den Normen eines progressiv reformierten Völkerrechts.

Der Weltbürger sieht die Welt und ihre Gesellschaft als Ganzes, wobei er keineswegs die Individualität der Gesamtheit opfern will; im Gegenteil möchte er jenseits der bestehenden nationalstaatlichen und sozialen Normen durch eine Überwindung des mikropolitischen Anpassungsdrucks erreichen, dass die mögliche weltweite Vielfalt erblühen kann zum Nutzen des Einzelnen wie Aller.

Kooperation zum Nutzen der Gesamtheit der Staaten und Bürger der Welt zur Lösung der globalen Probleme der Menschheit mit Hilfe global geltender Normen und Mechanismen, die weltweit auf dem freien Dialog und Konsens aller Menschen und Völker dieser Welt beruhen.

Zielsetzung weltbürgerlichen Handelns

Schaffung und Inkraftsetzung einer Weltverfassung und einer Weltföderation zur Verwirklichung der Ziele des Weltbürgertums unter Wahrung der nationalen und kulturellen Identität.


Charakteristika einer Weltverfassung

·        Teilung der Gewalten im strengen Sinne Montesquieus, die Machtmissbrauch, Korruption, Vetternwirtschaft und die oft beschworene Gefahr eines diktatorischen Weltstaatsregimes konzeptionell schon im Ansatz ausschließen.

·        Völkerrechtlicher Rahmen für die Verfassung der Nationalstaaten, die verfassungsrechtlich bindend die global akzeptierten Menschen- und Minderheitenrechte, Grundfreiheiten und völkerrechtlichen Normen anerkennen.

·        Festgelegte Menschenrechte und -pflichten, die weltweit von jedem Staat der Erde verpflichtend anerkannt werden.

·        Demokratischer Aufbau und Kontrolle der Gewalten durch die Regierungen der Nationalstaaten und NGOs.

·        Wahrung des Subsidiaritätsprinzips, das jedem Staat den größtmöglichen politischen Spielraum für die Entwicklung seiner spezifischen Eigeninteressen und Wahrung seiner ldentität einräumt, global zwingend. notwendige Lösungsansätze aber nicht an den Eigeninteressen einzelner Nationalstaaten scheitern lässt.

·        Konstituierung einer sozio-ökologischen Weltwirtschaftsordnung und ihrer Mechanismen.

·        Ausgestaltung einer völkerrechtlich sanktionierten Weltbürgerschaft als Ergänzung des nationalstaatlichen Status.

Aufgaben einer Weltföderation

·        Durchsetzung und Schutz einer sozio-ökologischen Weltwirtschaftsordnung mit gerechter Verteilung der Ressourcen und Betonung der sozialen Verantwortung von Eigentum.

·        Sicherung des Lebens in seinem Raum sowie des Raumes selbst im Einklang mit der Natur, wobei der Ökologie Vorrang zu gewähren ist vor den Belangen der Ökonomie.

·        Sinnvolle Begrenzung des Wachstums der Weltbevölkerung in Verbindung mit einer maßvollen Ausnutzung der weltweiten Ressourcen und Schutz des natürlichen Lebensraumes.

·        Friedliche Beilegung von Konflikten nach völkerrechtlichen Verfahren im Einklang mit dem Internationalen Recht. Beendigung des Missbrauchs der UN-Charta als völkerrechtliches Instrument für die Aufrechterhaltung postimperialer Einflusssphären. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker darf nicht länger dem Prinzip der Wahrung der Integrität eines Nationalstaates in der Hinsicht untergeordnet werden, dass homogene ethnische Völkerschaften als Minderheit in einem Nationalstaat von ethnozentristischen und radikalen Regierungen einer Titularnation unterdrückt und entrechtet werden.

·        Konsequenter Abbau der Waffenpotentiale und Nutzung der Friedensdividende für die Lösung der nationalen und globalen Probleme.

Vom Weltbürgertum zur Weltverfassung

Der Übergang von der "Weltordnung der Charta der Vereinten Nationen" zur "Weltordnung der Verfassung der Menschheit":

 

·        Reform der Charta der Vereinten Nationen im Sinne und Geiste des Weltbürgertums: Neufassung der Struktur und Befugnisse des UN-Sicherheitsrates in Verbindung mit der Neufassung von Kapitel VI und VII der UN-Charta. Eingang der unveräußerlichen Menschen- und Minderheitenrechte sowie der sozio-ökologischen Forderungen von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz in Kapitel 1 der UN-Charta. Reform und Umstrukturierung der UN-Organisationen und deren Programme durch Straffung des Verwaltungsaufbaus und der Konzentrierung der Arbeit der UNO auf die relevanten Aufgabenbereiche. Einrichtung einer UN-Charta der Weltkulturen.

·        Schaffung einer Parlamentarischen Versammlung im Rahmen der Organisation der Vereinten Nationen (UNPA) mit demokratisch legitimierten Vertretern der einzelnen UN-Mitgliedsstaaten, die gleichberechtigt neben der UN-Vollversammlung die Politik der UNO bestimmen und den Generalsekretär wählen. Einberufung eines Verfassungskonvents zur Ausarbeitung der Verfassung der Weltföderation.

·        Ablösung der UN-Charta durch eine Verfassung der Menschheit (Verfassung der Weltföderation) und deren Ratifizierung durch die Parlamente der einzelnen Nationalstaaten. Schaffung der Weltföderation.

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