Dokumentarfilm - Ein Exposé von Robert Gummlich

 

Das Tahiti-Projekt oder Wie ein Roman die Welt retten wird

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Einleitung zum Ist-Zustand:

Die Welt, in der wir leben, verändert sich täglich. Die allermeisten dieser Veränderungen sind menschengemacht, aber langfristig betrachtet fast nie zu unserem Vorteil. Sei es der rapide Abbau von Bodenschätzen und Rohstoffen, die zunehmende Umweltverschmutzung, die Zerstörung der Flora und Fauna durch industrielle Landwirtschaft oder die Schädigung der Atmosphäre durch Treibhausgase, in fast jedem Lebensbereich sagen Wissenschaftler uns den baldigen Kollaps der Erde voraus.

Und auch auf anderen Gebieten steuert unsere globale Gesellschaft auf große Katastrophen zu: Die internationale Finanzwirtschaft agiert immer skrupelloser, weil durch die Politik kaum mehr kontrollierbar, und gefährdet ganze Volkswirtschaften. Armut und Krankheit destabilisieren halbe Kontinente, der abnehmenden Zahl von Geburten in den reichen Industrieländern steht eine erschreckend hohe Zahl an Geburten in den ärmsten Ländern der Welt gegenüber. Und der so genannte „Weltfrieden“ ist nur noch unter hohem und verlustreichem Militäreinsatz zu erhalten. Selbst in wohlhabenden Ländern in Europa sehen sich immer mehr Menschen mit Existenzängsten konfrontiert.

Die Informationen, die zu dieser unvollständigen Beschreibung führen, sind nicht neu und allgemein zugänglich. Daher bilden sich auch immer mehr Gruppen und Initiativen, die sich bemühen, flankiert von illustren Persönlichkeiten wie Rockmusikern, Konzernchefs wie Bill Gates und Warren Buffett oder ehemaligen Staatschefs, mehr oder weniger aggressiv auf die Politik einzuwirken und positive Veränderungen hervorzurufen.

Sei es die Rettung der Amazonasurwälder, der Wale oder die Unterstützung der Sexualaufklärung in Afrika, überall wird versucht, den fatalen Entwicklungen entgegen zu wirken. Leider vereint nahezu all diese sehr positiven Initiativen ein Fehler: Sie versuchen, ein einzelnes Problem aus dem Zusammenhang herausgelöst zu behandeln, ohne das gesamte System kritisch zu überprüfen und zu hinterfragen.

Komplexe Lösungsansätze werden nicht entwickelt und das bestehende politische und wirtschaftliche System nicht in Frage gestellt. Nach dem Niedergang des Kommunismus wurde das, was wir als freie Marktwirtschaft bezeichnen, das alles bestimmende, zentrale Wirtschaftssystem mit all seinen Glaubenssätzen. Und die politische Praxis der Erste-Welt-Länder, allgemein Demokratie genannt, von Kritikern wie Jean Ziegler aber auch als Wirtschafts-Oligarchie bezeichnet, verfestigt sich zur akzeptierten Form der Politik. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu hat für diese Situation ironisch den Begriff TINA-System erfunden: „There Is No Alternative“… Jedenfalls nicht mehr. Oder eben noch nicht, wenn man optimistisch ist.

Daher spiegeln die oben stehenden Zitate die Grundaussage des Films: Will man eine wirkliche Veränderung auf dieser Welt anstoßen, ist vor allen anderen Dingen Kreativität bei der Begründung eines neuen politischen, wirtschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Systems gefragt.

Letzte Änderung am Sonntag, 16 August 2015 14:25
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Die Maeva Trilogie

Maeva Trilogie frei t

Das Tahiti Projekt ist der erste Teil der Maeva Trilogie.

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Maeva (Der Südsee Virus)

sowie

Feuer am Fuss

Die Romane sind dennoch eigenständige Geschichten und können problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

 

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